FAQ

Umwelt/Natur

• Die Korkeichenwälder im Mittelmeerraum bedecken eine Fläche von rund 2,3 Millionen Hektar. Davon entfallen 736.000 Hektar auf Portugal, allen voran auf das südportugiesische Alentejo-Gebiet. Das entspricht einem Drittel der weltweiten Bestandsfläche und 23 Prozent der portugiesischen Waldfläche. 15.000 Hektar des portugiesischen Korkeichenwaldes sind durch die Organisation Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert.

• Durch Wiederaufforstung wächst die Anbaufläche für Korkeichen in Portugal jährlich um etwa 1 Prozent. Auf der iberischen Halbinsel wurde so der Korkeichenwald im Laufe der letzten Jahrzehnte um 150.000 Hektar ausgeweitet.

• In den Korkeichenwäldern leben 24 Reptilien- und Amphibienarten, über 160 Vogelarten und 37 verschiedene Säugetiere. Die Wälder bieten einer Vielzahl bedrohter Tierarten Schutz, unter anderem dem Iberischen Luchs. Diese weltweit am stärksten bedrohte Raubkatzenart zählt nur noch 150 Exemplare.

• Die portugiesischen Korkeichenwälder binden jährlich rund 4,8 Millionen Tonnen CO2. Weltweit sind es 14 Millionen Tonnen. Mit ca. 1,5 Hektar Korkeichenwald lässt sich der jährliche CO2-Ausstoß eines Mittelklassewagens ausgleichen.


Produktion

• Die Korkeiche kann bis zu 250 Jahre alt werden, 150 Jahre sind produktiv für die Korkgewinnung. Ab einem Alter von 20 Jahren kann alle 9 bis 12 Jahre die Korkrinde geschält werden. In Handarbeit können so rund 45 kg Korkrinde pro Ernte gewonnen werden. Damit produziert eine Korkeiche im Laufe ihres Lebens ca. 700 kg Kork.

• Die weltweite Korkproduktion beträgt etwa 300.000 Tonnen pro Jahr. Der Gesamtwert jeder Jahresernte beträgt etwa 900 Millionen Euro. Portugal ist mit einem Marktanteil von rund 52,5 Prozent der weltweit größte Korklieferant mit über 157.000 Tonnen pro Jahr (2007), gefolgt von Spanien, Frankreich, Italien, den USA und Deutschland. Hauptabnehmer von Korkprodukten ist die Weinindustrie mit rund 69 Prozent, gefolgt von der Baubranche mit rund 13 Prozent.

• Der Rohstoff Kork wird zu 100 Prozent verwertet. 75 Prozent der geernteten Baumrinde wird zur Gewinnung von Flaschenkorken verwendet. Die Reste werden verschieden eingesetzt, beispielsweise in der Bauindustrie als Bodenbeläge oder zu Isolierungszwecken. Kork findet auch Verwendung in der Modeindustrie (für Schuhe, Hüte oder Taschen).

 

(Quelle: Life Cycle Assessment-Studie von Price Waterhouse Coopers)